Angst vor Corona – was kann ich tun?

Die Angst vor Corona steht zurzeit vielen Menschen ins Gesicht geschrieben. Sie sehen die Statistiken zu Corona und reagieren mit Angst. Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Burnout nehmen zu.

Warum hat diese Angst so viele Menschen im Griff? Und was können wir tun?

Eine diffuse Angst

Die Ängste in dieser Zeit, so scheint es, sind vielfältiger Natur: Was, wenn ich mich anstecke? Oder mir nahestehende Menschen erkranken? Oder wenn die Situation meine Finanzen in den Abgrund reißt? Manchmal wissen wir nicht einmal, was genau uns überhaupt Angst macht, weil wir nicht genau hinsehen – wir spüren nur eine diffuse Angst vor Corona.

Mensch desinfiziert Fläche eine Fläche, um sie von Erregern zu befreien
Die Angst vor Corona macht vielen Menschen zu schaffen.

Dabei ist es offensichtlich, dass diese Ängste nicht Teil der Lösung sind, denn die Angst an sich verhindert keine Konsequenzen. Die Angst vor Corona ist Teil des Problems, denn sie verengt unsere Wahrnehmung und setzt in uns eine Abwärtsspirale in Gang, die viele Bereiche trifft.

Die ständige Anspannung bedeutet einen dauernden Stresszustand im Körper. Das Nervensystem arbeitet einseitig hin zu seiner Überlastung. Verdauungsbeschwerden und Schlafstörungen stellen sich ein. Die verminderte Aufnahme von Nährstoffen und der Mangel an Nachtruhe verstärken wiederum die gesamte Belastung.

Und letztendlich führt dieser Zustand wirklich in die Krankheit, nicht aber durch ein Virus, sondern durch den eigenen ruhelosen Geist.

Es scheint, die Angst vor Corona habe viele Gesichter. Doch eigentlich ist es keine „neue“ Angst. Nichts unterscheidet sie von den zahlreichen Ängsten, denen wir Menschen sonst zum Opfer fallen. Die Ursache aller Ängste liegt begründet in unserem Geist und den selbstzentrierten Gedanken.

Ist Corona wirklich die Ursache meiner Angst?

Es ist schon verlockend, die eigene Angst der äußeren Situation zuzuschreiben. „Corona löst in mir Angst aus“, sagen wir so leicht daher, und veräußern damit die eigene Verantwortung für den inneren Prozess, bei dem die Angst eigentlich entsteht. Damit befinden wir uns in einer Sackgasse – es scheint keinen Ausweg zu geben, solange Corona da draußen das Unwesen treibt.

In dieser Überzeugung sind wir Gefangene einer äußeren Realität – abhängig davon, dass dieses Corona endlich verschwindet. Und natürlich fühlen wir uns völlig machtlos dabei, denn es gibt keine Handlung, die wir tun können, um die Situation zu lösen – um endlich dieses Virus abzuschaffen. Das verstärkt die Angst vor Corona nur noch mehr, zusätzlich zu all dem medialen Wirbel darum, dem wir ständig ausgesetzt sind.

Das alles ist ein perfektes Rezept, um sich unglücklich und krank zu machen. Doch es geht auch anders. Ich möchte nur, dass du weißt: Es gibt auch einen Weg der inneren Freiheit, den du gehen kannst. Dann befindet sich dein seelisches Wohlbefinden in deiner Hand – und ist nicht mehr das Produkt äußerer Umstände.

Angst vor Corona überwinden

Frau schläft am Tisch ein, mit einem Glas Wein neben ihr.
Um die Angst vor Corona kurzfristig zu betäuben, greifen manche zu Alkohol.

Bei ihrer Angst greifen manche Menschen zu Medikamenten und Alkohol, um wenigstens kurzzeitig Erleichterung zu spüren. Doch die Symptome der Angst kommen wieder zurück, und zwar manchmal noch stärker, weil diese Substanzen unser inneres Gleichgewicht noch mehr stören. Und nicht selten entsteht daraus eine Sucht, die natürlich zu noch mehr Problemen führt.

Wenn du dich wirklich der tiefer liegenden Ursache deiner Angst annehmen möchtest, so führt kein Weg daran vorbei, nach innen zu sehen und zu realisieren, warum und wie wir unsere Ängste nähren und aufrecht erhalten. Dazu habe ich einen eigenen, ausführlichen Artikel über Angst geschrieben.

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